Creative Monday im Neuen Museum

Veranstaltung zeigt: In der Region steckt viel kreatives Potenzial

Wie viel kreatives Potenzial in der Region Nürnberg steckt, das soll der „Creative Monday“ zeigen. Im Rahmen der Nürnberg Web Week trafen sich jetzt Künstler, Kreative, Projektemacher und Engagierte im Neuen Museum.

„In Nürnberg passiert so vieles, es gibt jede Menge Start Ups und kreative Köpfe. Aber Nürnberg wird nicht so wahrgenommen. Um der Region zu mehr Strahlkraft zu verhelfen haben wir also 40 Veranstaltungen in die ,Web Week‘ gepackt – und den Creative Monday, obwohl er nicht unbedingt was mit dem Web zu tun hat“, erklärte Markus Teschner, einer der Gastgeber . Was dann folgte, führt laut Mit-Organisatorin Sabrina Weyh oft zu „Angst und Erstarrung“: die Vorstellungsrunde. JEDER Anwesende stellte sich kurz vor … und das sorgte für einen äußerst heiteren Einstieg in den Abend.

Der "Creative Monday" im Rahmen der #nueww war gut besucht.

Der „Creative Monday“ im Rahmen der #nueww war gut besucht.

 

Geheimagenten und Wein-Arbeiter

„Ich bin Klaus und will den Montag mal anders beenden.“
„Ich bin Linda und bin erkältet.“
„Ich bin Geheimagent für Zeitverschwendung – und mach mir jetzt ein Bier auf.“ oder auch
„Ich bin Lisa und ich arbeite mit Wein.

Dann startete der Creative Monday – wie immer mit einem künstlerischen Beitrag. Diesmal zeigte die Designerin Phoebe Heess Einblicke in ihre futuristische Fashion-Kollektion. Wichtig sei ihr der „Privacy-Gedanke“ weshalb starke Lichter in die Kleidung eingenäht sind. Wird der Träger der Kleidung fotografiert, blitzen die Lichter „dagegen“ und das Gesicht verschwimmt.

Schwer zu erkennen ... und das ist der Sinn der Sache: Phoebe Heess' Fashion verhilft dem Träger zu mehr Privatspähre.

Schwer zu erkennen … und das ist der Sinn der Sache: Phoebe Heess‘ Fashion verhilft dem Träger zu mehr Privatspähre.

Poppige Kunst, kreative Möbel – und ein großes Vorhaben

Dann folgten die Präsentationen. Francesco aus Italien bezeichnet sich selbst als „Neo Super Pop Artist“ und stellte seine Bilder vor. Er zeigte Adolf Hitler, das „Arschloch“, und Silvio Berlusconi als „Porco Dio“ (zu deutsch etwa Schweine-Gott) eingefasst von Bananen-Kondomen, weil Italien ja „eine Bananenrepublik“ sei. Markus Mack stellte das „nju Studio“ vor. Das „Büro für uneingeschränkte Gestaltung“ mit Sitz in Coburg und Nürnberg macht Produktdesign mit dem gewissen Etwas. Zuletzt kamen Chris Weiss und Matthias Neubeck auf die Bühne. Ihr Plan: „Wir kaufen die Quelle e.V.“.

In einer kurzen Präsentation erzählten die beiden die Geschichte des Kaufhauses, stellten ihren Verein und den Plan, die Quelle per Crowdfunding zu kaufen, vor. „Wir brauchen 5 Millionen Menschen die jeweils 5 Euro geben“, erklärte der Vereinsvorsitzende Matthias Neubeck und schloss mit den Worten: „Es gibt viele Fragen. Ich bin gespannt auf ihre Antworten!“

"Wir kaufen die Quelle e.V." – das Kollektiv braucht 5 Millionen Menschen die jeweils 5 Euro geben.

„Wir kaufen die Quelle e.V.“ – das Kollektiv braucht 5 Millionen Menschen die jeweils 5 Euro geben.

Der Ideenpitch – pro Präsentation max. 2 Minuten – beschloss den offiziellen Teil des Abends. Bei Getränken und Snacks wurden dann noch bis ca. 23 Uhr Ideen ausgetauscht, Projekte besprochen und „ge-netzwerkt“.

 

Markenlebendigkeit aus dem digitalen Raum.