Online-Texte

... weil Internet eben nicht Print ist

Chinese-04

Weil Lesen nicht gleich Lesen ist, ist auch Schreiben nicht gleich Schreiben. Besonders Texte, die für das Internet verfasst werden, müssen den veränderten Lesegewohnheiten der Internet-User angepasst werden.

Ziele

Die Leser durch toll geschriebene, gut gegliederte Texte auf der Seite halten.

Erste Schritte

  • Für wen schreibe ich?
  • Beim Texten auf eine sinnvolle Gliederung achten, Zwischenüberschriften sorgen für Orientierung
  • Vor Veröffentlichung immer darüber nachdenken: Bietet der Text dem Leser auch den nötigen Mehrwert um ihn zu fesseln?

Verstehen, worauf es wirklich ankommt

Die Frage „Für wen schreibe ich eigentlich?“ ist tatsächlich die wichtigste, die sich Web-Texter stellen sollten. Denn nur, wenn Sie den Stil und Geschmack Ihrer Zielgruppe treffen, wird diese auf Ihrer Website verweilen, lesen, kaufen. Das ist nicht nur im Hinblick auf Ihren Umsatz wichtig. Springt ein User von Google auf Ihre Seite und sofort wieder zurück (der Fachchinese nennt das auch “Bounce Back”), so wird das vom Suchmaschinen-Riesen registriert – und das kann sich negativ auf ihre Positionierung in den Suchergebnissen auswirken.

Lesen ist nicht gleich Lesen…

…deshalb ist Schreiben auch nicht gleich Schreiben. Zahlreiche Studien haben sich in den vergangenen Jahren mit dem Leseverhalten im Internet beschäftigt. Dabei fanden die Forscher heraus, dass rund 80% der Leser die Seiten nur überfliegen, nicht komplett lesen. Der Fachchinese würde dieses Verhalten nun „Scanning“ und „Skimming“ nennen. Beim „Scanning“ geht es darum, bestimmte Informationen auf einen Blick zu erfassen – etwa wichtige Schlagworte. Beim „Skimming“ geht der Leser etwas tiefer, sammelt erste Leseeindrücke und versucht zu begreifen, worum es im Text geht.

Online-Leser mögen Ordnung

Ordnung ist das halbe Leben. Das gilt auch für online gestellte Texte. Zwischenüberschriften, Aufzählungen und Co. schaffen nicht nur eine bessere Übersicht und Lesbarkeit. Sie werden auch von Google honoriert. Und auch wenn das Internet ein unheimlich schnelles Medium und ein Text im Nullkommanix online gestellt ist: lassen Sie auch in Sachen Rechtschreibung und Grammatik Sorgfalt walten. Wer hier schlampt, der erweckt leicht den Eindruck, er verhielte sich im geschäftlichen Miteinander ähnlich.

Keywords: Ja. Aber: Bitte in Maßen.

Es ist noch nicht allzu lange her, da wurde online wenig Wert auf qualitativ hochwertige Texte gelegt. Die Texter beschränkten sich im Grunde darauf, das bzw. die für die Seite relevanten Keywords so oft wie nur möglich in den Text zu packen. Inzwischen kann Google aber sehr wohl bewerten, ob ein Text gut ist. Und auch Sie können das: Nervt Sie der Text vor lauter Keywords selbst, dann gehen Sie unbedingt noch mal ran. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Maschinen.

Last but not least: Mehrwert?

Was bringt Ihr Text dem Leser? Uninteressante Eigenwerbung will heute echt keiner mehr lesen. Die Zauberworte heute heißen Information, Nutzen, Mehrwert. Bringt Ihr Text das nicht, dann wundern Sie sich nicht über Leser, die schneller wieder weg sind, als sie gekommen sind.

So weit von uns. Konnten Sie aus dem kurzen Abriss für sich etwas mitnehmen? Dann hätte unser Text sein Ziel erreicht. Falls nicht, melden Sie sich doch kurz mit einem Hinweis, was Ihnen fehlt. Wir freuen uns über den Austausch.