White Hat Seo: SEO-Optimierung mit weißer Weste

Haben Sie eine weiße Weste? Wer SEO-Optimierung richtig macht, der betreibt „White Hat SEO“ und kann das guten Gewissens von sich behaupten. Der Ausdruck bezeichnet eine Art der Suchmaschinenoptimierung unter Einhaltung der Qualitätsrichtlinien von Google und anderen Suchmaschinenbetreibern – also eine „gute“ und brave Art von Suchmaschinenoptimierung. Das steht im Gegensatz zum sogenannten Black Hat SEO. Bei diesem werden nämlich Methoden angewandt, welche die Suchmaschinen austricksen sollen – entsprechend werden diese von Google durch sogenannte Google Penalties abgestraft. Sie wirken sich mittel- und langfristig negativ auf das Ranking aus. Und wer schlecht optimiert, der optimiert ständig, um das Ruder wieder herumzureißen. Auch wer viel Wert auf seine Marke legt, fokussiert sich auf White Hat SEO.

White Hat-Grundregeln

Wichtige Inhalte – Niemand will Texte lesen, die nur für Suchmaschinen geschrieben wurden. Meistens klingen die nämlich auch genauso und das Keyword ist meist schnell auszumachen. Besonders, wenn man mit Suchfunktion danach sucht und sich die gesamte Seite gelb färbt. Die Website-Texte sollen für die Nutzer geschrieben werden. Das empfiehlt Google selbst. „Bieten Sie auf Ihren Webseiten qualitativ hochwertigen Content, besonders auf Ihrer Startseite. Das ist die einfachste, aber wichtigste Maßnahme“, schreibt das US-Unternehmen in seiner Anleitung zu einer Google-freundlichen Website. Logisch: Nur dann, wenn die Inhalte überzeugen, werden diese auch weiterempfohlen und verlinkt – und natürliche Links sind wichtig für die Indexierung und das Ranking.

Keywords – Eine ausführliche Keyword-Recherche ist der erste Schritt der Texterstellung im Sinne der Suchmaschinenoptimierung. Verwendung sollten die Keywords nicht nur in Texten, sondern auch in Bildern und Metadaten finden. Aber bitte ohne Keyword-Stuffing! Ein inflationärer Gebrauch von Keywords wird von Google nämlich abgestraft. Als Beispiele für überflüssige Keywords gibt Google etwa Listen mit Telefonnummern ohne wesentlichen Mehrwert sowie Textblöcke mit Städten und Ländern an, die im Ranking erscheinen sollen. Unnatürlich häufige Wiederholungen zählen dabei zur häufigsten Art von Keyword-Stuffing.

Logische Linkstruktur – Jede Website sollte eine logische Linkstruktur aufweisen, damit problemlos auf sie zugegriffen werden kann. Google empfiehlt für jede Seite mindestens einen statischen Textlink, durch den sie zu erreichen ist. Dies ist auch in den allgemeinen Richtlinien von Google verankert, die der Suchmaschine dabei helfen sollen, Ihre Seite zu finden und zu indexieren. Fehler auf Ihrer Website? Die sollten Sie in jeder Hinsicht vermeiden – nicht nur im Frontend, sondern auch im Backend mit sinnvoller URL-Struktur und internen Verlinkungen, die inhaltlich Sinn ergeben.

Vorteile des White Hat SEO

Kosten – Die Rechnung ist ganz einfach: Wer seine Suchmaschinenoptimierung gewissenhaft und gemäß den Richtlinien von Google durchführt, spart Zeit. Und Zeit ist bekanntlich Geld. Schon die Durchführung bedenklicher Maßnahmen kostet wertvolle Arbeitszeit. Und wenn Google diese dann abstraft, sind mühselige Korrekturen notwendig. Wer etwa Spam-Links auf anderen Portalen verbreitet, etwa via Kommentarfunktion verschiedener Website, darf diese aufwändig wieder entfernen, bis sich Google versöhnlich zeigt.

Fairness – Wer sich durch irreführende Inhalte, Spam oder andere Black Hat-Maßnahmen im Ranking nach oben schleicht, der ist unfair. Wer sich hingegen an die Spielregeln hält, kann seinen Platz in den Suchmaschinenergebnissen guten Gewissens rechtfertigen. Das ist fair gegenüber anderen Website-Betreibern und natürlich auch den Besuchern, die nicht durch inhaltlich verzerrte Texte oder irreführende Links vernachlässigt werden.

Sicherheit – Wer nach den Regeln spielt, ist auf mehreren Ebenen sicher: Google Penalties können schließlich dazu führen, dass eine Website im Ranking fällt oder gar gestrichen wird. Das wirkt sich dann womöglich auf die Umsätze eines Unternehmens aus, wenn die Reichweite durch die Abstrafung sinkt. Dank eines weitgehend stabilen Rankings durch White Hat-SEO sind meist also auch Reichweite und Umsatz deutlich sicherer.

Die Suchmaschinenoptimierung auf natürliche Art und Weise durchzuführen, wie von Google gewünscht, ist also kostengünstig, sicher und fair. Wer sich also an die SEO-Ethik hält, hat seitens Google und anderen Suchmaschinen keinerlei Strafen zu befürchten – es sei denn, Ihre Website befindet sich in einem Bad Neighbourhood. Möglicherweise wird Ihre Website dann ohne eigenes Verschulden abgestraft. Mehr zum Thema finden Sie unter dem angegeben Link. Dort erfahren Sie auch, wie Sie nicht in eine „schlechte Nachbarschaft“ geraten und ggf. auch wieder herauskommen.

Nachteile des White Hat SEO

Keine schnellen Ergebnisse: White Hat-SEO ist eine nachhaltige Suchmaschinenoptimierung. So kann der Bekanntheitsgrad einer Website, die sich an die Google-Richtlinien hält, stetig wachsen und gedeihen. Auf der anderen Seite wird es auf diese Weise kaum gelingen, das Ranking der Website kurzfristig zu verbessern. Um eine schnelle Lösung handelt es sich dabei also nicht. Früchte wird diese SEO-Form erst mit der Zeit tragen. Wer schnelle Ergebnisse fordert, greift daher oft zu drastischen Mitteln.

Konkurrenzdruck: Wenn die Konkurrenten mit ihren Websites besser ranken, weil sie womöglich unethische SEO-Techniken anwenden, geraten viele Betreiber in Zugzwang – schließlich wollen sie nicht hinter der Konkurrenz zurückbleiben. Dann wiederum ist die Gefahr groß, dass die Konkurrenz aufgrund ihrer unfairen Mittel eines Tages abgestraft wird und damit im Ranking fällt. Geduld zahlt sich also besonders bei aggressiven Methoden der Konkurrenz früher oder später mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.

Black Hat SEO funktioniert laut diverser Nutzerberichte trotz der stetig verfeinerten Google-Algorithmen noch immer und verspricht schnelle Ranking-Erfolge. Insbesondere Private Blog Networks werden als Geheimtipp gehandelt. Wie SEO-Spezialist Mike Rogers in einem Artikel auf affiliatemarketertraining.com konstatiert, seien diese noch immer eine effektive Methode, um das Google Ranking positiv zu beeinflussen. Gleichzeitig merkt Rogers aber auch richtigerweise an: Niemand weiß, inwiefern Google die Algorithmen weiter optimiert. Erste Erfolge können damit schneller zunichtegemacht werden, als aggressiven Suchmaschinenoptimierern recht ist – es gibt also viel zu verlieren.

Und was ist Gray Hat SEO?

Wie es der Name schon verrät, befinden sich die grenzwertigen Praktiken des Gray Hat SEO in einer Grauzone. Hier werden sämtliche Techniken der Suchmaschinenoptimierung nur in dem Maße ausgereizt, wo die Grenze zum Black Hat SEO noch nicht überschritten wird. Dazu werden auch Lücken oder Spielräume in den Algorithmen der Suchmaschinen genutzt. Zum Beispiel der künstliche Aufbau von Links und gezielte Eintragungen in Blogs, sozialen Netzwerken und auf anderen Plattformen. Bei diesem Balanceakt stellt sich natürlich die Herausforderung, die Suchmaschinenoptimierung gerade nur so weit zu treiben, dass noch keine Abstrafung durch Google erfolgt. Weil sich die Algorithmen jedoch stetig ändern, besteht in der SEO-Grauzone immer die Gefahr, abgestuft zu werden.


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